Fotos und Text / Marisol Reisen

10 Tage Namibia – ich war skeptisch. Im Vorfeld hatte ichvon langen Fahrtstrecken, großen Temperaturunterschieden und giftigen Tierengehört. Schön,  sollte die Landschaft sein, aber wäre das schon alles?

Um es kurz zu machen: Namibia war atemberaubend, bezaubernd – einfach wunderschön.

Interessiert? Hier ist mein Bericht:
Von Frankfurt sind wir mit Air Namibia in zehn Stunden über Nacht nach Windhoek geflogen und somit morgens in Namibia angekommen. Eine Woche „scheuchte“ uns Maja (die beste Reiseleiterin der Welt) von Windhoek über das Otavi Dreieck, mit den typischen Termitenhügeln, zum weltbekannten Etosha Nationalpark, um die wilde Tierwelt zu bestaunen: dicke Zebras, kauende Giraffen, majestätische Antilopen, bunte Papageien, auch einen Elefantenbullen haben wir gesehen. Da die Tiere in der Regenzeit überall Wasser finden ist die Trockenzeit für die Tierbeobachtung eine idealere Reisezeit, dennoch war unsere „Tierausbeute“ sehr vielseitig.


Die Etosha Salzpfanne hat eine Fläche von 4800 qkm, was in etwa einem Viertel  der Gesamtfläche des Nationalparks entspricht. Wir mussten im Bus bleiben, die Straßen sind vorgegeben. An den gekennzeichneten Rastplätzen darf ausgestiegen werden. Den ganzen Tag waren wir vom Osttor zum Südtor unterwegs – es lohnt sich. Zum Sonnenuntergang kamen wir in der wunderschönen Etosha Park Lodga an, beim “Sundowner” konnte wir nochmal den die Weite des Etoshapars genießen. Opulentes Frühstück, wieder in den Bus über Outjo (übersetzt heißt das Dorf kleiner Hügel) – dort hat es übrigens eine tolle Bäckerei – und das Erongogebiet zu den Ju/Hoansi-San. Die San sind die älteste Bevölkerungsgruppe Namibias, mit dem Besuch ihres Dorfes: „Lebendes Museums“ durften wir Einblick in ihre Lebensweise erhalten und erfahren wie die San Feuer machen, Wasser finden und auf die Jagd gehen – sehr beeindruckend. Über weite Täler und Gebirge ging es anschließend nach Swakopmund an die wilde Atlantikküste. Dort sind wir über die im Jahr 1905 erbaute Landungsbrücke Jetty gelaufen und es gab „lekker“ (Afrikaans für gut) Fisch.


Am nächsten Tag ging es weiter durch die Wüsten-Mondlandschaft zur Welwitschia Mirabilis, eine über 1500 Jahre alten Wüstenpflanze. Im Canyonartigen Namib Naukluft Nationalpark erfuhren wir alles über die zwei deutschen Forscher/Soldaten, die sich hier während des zweiten Weltkrieges über 20 Monate versteckt hielten.


Und dann, tauchten wir ein, in die wunderbare Landschaft am Namib Rand: weite Flächen mit rotem Sand, umgeben von bläulich schimmernden Bergen. Und da wir in der Regenzeit unterwegs waren, sahen wir auch grünes Gras und gelbe Butterblumen. Am nächsten Tag mussten wir um 4.45 Uhr Aufstehen um rechtzeitig zu den Dünen des Sossusvlei zu gelangen. Das frühe Aufstehen hatte sich auf jeden Fall gelohnt, das Farbspiel der Dünenlandschaft war atemberaubend und auch die kleine Strapaze der Dünenbesteigung (es war doch ein bisschen heiß – so um die 40 Grad) war ein unbeschreibliches Erlebnis. Nach den unvergesslichen Eindrücken im Sossusvlei und Sesriem Canyon durften wir in unserer Wüstenlodge am Pool entspannen.


Die letzten zwei Tage brachen an und wir fuhren über die Kalahari und Rehoboth wieder nach Osten Richtung Windhoek zur Onjala Lodge. Diese Lodge am Ende der Reise war nochmal ein wunderbarer Abschluss – mit eigenem Spa und Sternwarte. Leider war der Himmel bewölkt und so blieb uns der Blick auf das “Kreuz des Südens” verwehrt.
Eine wunderschöne Reise ging zu Ende und wir waren alle glücklich so viel Schönes gesehen zu haben, aber auch traurig, dieses Land wieder verlassen zu müssen.

Fazit:

  • Chamäleon Reisen hat für uns eine unvergessliche Reise gezaubert. Unsere Reiseleiterin “Maja” Namibianerin ein wunderbarer Mensch, witzig und allwissend.
  • Wir haben großartige Menschen, u. a. die Farmer und Lodgebesitzer, kennengelernt.
  • Wir durften stillvoll, in tollem Ambiente in wunderschönen Lodges wohnen, die meist einen Pool hatten und immer sehr gepflegt waren.
  • Das Essen war erstklassig – es gibt viel Fleisch (Oryxantilope schmeckt super) – und die Sundowner auf den Camp Drives sind der krönende  Abschluss eines spannenden Tages. Was gibt es Schöneres als mit einem Glas Gin, Rotwein, Bier, oder auch alkoholfreiem Getränk den Sonnenuntergang zwischen all den Tieren zu genießen.
  • Die Busfahrt war komfortabel und wir haben unglaublich viel erfahren (danke Maja) und viele Tiere wie z.B. Affen und Warzenschweinchen vom Bus aus gesehen.
  • Der Flug mit Air Namibia war ideal – da über Nacht
  • Die Verständigung ist einfach – Deutsch oder Englisch
  • Die Preise sind moderat, man zahlt in Namib Dollar oder Südafrikanischem Rand.
  • Die Beste Reisezeit um Tiere zu beobachten ist der Namibianischen Winter/Trockenzeit, bei uns August-September.
  • Geeignet für Naturliebhaber: auch für Selbstfahrer geeignet – wir empfehlen eine geführte Rundreise, weil man sich dann ganz auf das Land einstellen kann und viele Informationen erhält und so auch die meisten Tiere sieht. Chamäleon Reisen bietet sehr viele Varianten, so ist für jeden das Richtige dabei.

Weite, Weite –Horizont. Ein Land zum Tiere beobachten, Abschalten, Runterkommen und Genießen –das ist Namibia.